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Entstehungsgeschichte von Piccolino

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Die Ape 50 Geschichte

Die Blech-Biene von Thomas Hillebrandt

Das Ausbildungsprojekt Piccolino vom Airport Hannover

 

Die Ape 50 Geschichte

Diese begann 1948 in Italien mit einer einfachen Frage: Wie kann man ein einfaches Fahrzeug bauen, welches zum einen klein in den Abmaßen und somit kostengünstig, zum anderen jedoch ebenfalls zum Transport größerer Lasten geeignet ist? Der Geist der Zeit ruft nach Mobilität, jedoch zu geringen und damit erschwinglichen Kosten.

So wurde im gleichen Jahr von Enrico Piaggio in Pontedera (Italien) die Idee geboren, ein bereits existierendes Fahrzeug zu verwenden und umzubauen: den heute legendären Vespa-Roller. Dieses Fahrzeug entwickelte sich bereits damals langsam aber sicher zum Verkaufsschlager.

Vor diesem Hintergrund dachte man darüber nach, wie ein wendiges, funktionales und zugleich preisgünstiges Fahrzeug für Kleinunternehmer, Bauern und Händler zum Leben erweckt werden könnte. Das Konzept der Vespa und des LKw's wurde neu überdacht und es entstand ein Vespa-Roller, ausgestattet mit einer Ladefläche und zwei Rädern - der Prototyp der Ape 50 war geboren.

Die Variationen und Verwendungszwecke der Ape waren beinahe unbegrenzt - sogar als Sattelschlepper war sie erhältlich - und somit für alles und jedes eingesetzt.

Schnell wurde die Ape aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit, Variabilität und Zuverlässigkeit ein Erfolg auf ganzer Linie und machte weltweit Karriere - unter anderem als motorisiertes TuckTuck in Asien.

Mit ihren geringen Abmaßen war - und ist die Ape das optimale Transportmittel nicht nur für die verwinkelten Gassen italienischer Städte - obwohl sie dort bis heute als eines der beliebtesten Transportmittel gilt!

Nicht ohne Grund, ist die Ape 50 nicht nur das am meisten verbreitete Fahrzeug des Sortiments - reicht doch eine Tankfüllung für über 300 km - ein wirtschaftlicher Aspekt, welcher bis heute - 60 Jahre später - alles andere als an Bedeutung verloren hat!

Die Vorteile ihrer geringen Abmessungen und der Nutzeffekt sind bei unseren heutigem Verkehr mit Parkplatznot und Mangel an Stellflächen auf Veranstaltungen auch aus Kostengründen unschlagbar -benötigt sie doch weniger Platz als Stelltische oder Stellwände und noch dazu mit einer herausragenden Werbewirkung!
Ein Stück Nostalgie mit der Ökologie von heute - eben ein echter Hinqucker, verbunden mit geringen Unterhaltskosten und hoher Effektivität- eben durch und durch sympathisch!

Ape heißt übersetzt Biene

Die Blech-Biene

Von Thomas Hillebrand © Spiegel online

Seit fast 60 Jahren ist Piaggios Ape das Lieblingsgefährt italienischer Pizzabäcker und Lieferanten. In Deutschland ist der Kleinstlaster eher selten – dabei taugt er durchaus als urtümliches Spaßmobil.

Wo ist hier bloß der Rückwärtsgang? Hat die Ape überhaupt einen? Ja, sie hat: Während die linke Hand den Kupplungshebel heranzieht, muss die rechte einen schwarzen Metallstab erfassen, der roh aus dem Fahrzeugboden ragt. Dann die Beine gegen die Kabinenfront stemmen, den Oberkörper nach hinten werfen und schon rastet la marcia indietro ein. Dazu gibt es das unsynchronisierte Getriebe ein hässliches Krachen von sich. Aber keine Sorge, das ist normal.

Kastenwagen Piaggio APE: Das kleine Laster

Piaggios Kleinstlaster Ape (Biene) ist ein urtümliches Gefährt, 1948 von Enrico Piaggio und dem Flugzeugingenieur Corradino d´Ascanio als preiswertes Transportfahrzeug für das boomende Nachkriegsitalien ersonnen. Auf Schnickschnack verzichtet die Rollerfirma - billiger sollte das Lieferantenpendant der Vespa (Wespe) stattdessen sein um mühelos durch verwickelte römische Gassen zu steuern. „Bis heute ist das Grunddesign im wesentlichen unverändert geblieben“, sagt Unternehmenssprecher Wolfgang Witzani.

In der Tat. Die Ape besitzt weder Heizung, noch Radio. Der Fahrersitz ist nicht verstellbar. Das Dreirad ist im Prinzip nur ein schnöder Fünziger-Roller, der mit Blech ummantelt wurde. Das Interieur ist spartanisch, die Motorleistung überschaubar: Ein Zweitakter mit 49,8 Kubikzentimeter beschleunigt die Biene auf bestenfalls 40 km/h, fettleibige Fahrer müssen sich mit weniger Schub begnügen.

Eine Testfahrt im Hamburger Innenstadtverkehr zeigt: Selbst tonnenschwere Geländewagen bremsen vorsorglich ab, wenn eine Ape ihren Weg kreuzt. Das Verhalten ähnelt jenem von muskelbepackten Bodybuildern, die einem drahtigen kleinen Typen ausweichen, der ihnen entgegen torkelt und irgendwie nach Ärger aussieht. Auch der Piaggio-Laster signalisiert: Achtung, hier kommt ein bereifter Irrer. Also aufgepasst, denn wer sich freiwillig mit so einem Gefährt in die Rushhour begibt, dem ist vermutlich alles egal.

Connaisseure kalauern, nur drei Berufsgruppen könnten mit der Ape etwas anfangen: Pizzafahrer (weil sie Italiener sind), Friedhofsgärtner (weil sie enge Wege befahren müssen) und Alkoholiker (weil sie keinen Pkw-Führerschein mehr haben). Doch auch für alle anderen ist Piaggios Ape interessant. Da ist zunächst das Finanzielle. 4474 Euro kostet die auch als Pickup erhältliche Ape. Dank des Fünfziger-Motors darf man mit Versicherungskennzeichen fahren was lediglich 100 Euro im Jahr kostet.

Für wenig Geld bekommt der Ape-Pilot viel Collness-Faktor. Wo die Biene auftaucht, steht sie im Mittelpunkt. Passanten gaffen. Frauen kreischen. Porschefahrer weinen. Wer in seiner Ape durch In-Viertel wie die Schanze oder Prenzlauer Berg knattert, kann sich seiner Rolle als Trendsetter sicher sein. Er darf Pkw-Normalos mit mitleidigen Blicken abkanzeln. Die arme Würstchen müssen schließlich Mini oder BMW Z8 fahren und das auch noch langsam - zumindest, solange sie eine Ape vor der Nase haben.

Vespa wird 60: Insekt auf Rädern (04.08.2006)

Für Fahrten jenseits des Fünf-Kilometer-Radius ist die Ape nichts. Doch wer sein Auto ohnehin nur zum Supermarkt und zurück bewegt, dem mag das kleine Laster ausreichen. In den Kofferraum des Kastenwagens passen ungefähr 1500 Liter, also genauso viel wie in Kombiversion der Merdes C-Klasse. Ab 200 Kilo wird es allerdings heikel. Ob die Zuladung zu heavy ist, prüft man am besten auf die italienische Weise: Wenn sich die Hinterräder mehr als 20 Grad neigen, ist die Fuhre voll.

Das tut dem Fahrspaß jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil. Selten ist man Fahrzeug und Straße so nah wie beim Ape-Fahren. Jeder Schlag des Hamburger Kopfsteinpflasters geht in die Knochen, jeder Gangwechsel ist wie ein Tritt ins Kreuz. Dank der geringen Breite (knapp 1,30 Meter) und dem winzigen Wendekreis zirkelt man auch mit Höchstgeschwindigkeit mühelos durch schmale Straßen. Die Ape zuckelt dahin, fühlt sich aber mächtig schnell an. Es ist ein bisschen wie Trabi fahren.

Anfangs stehen einem Schweißperlen auf der Stirn, denn die Ape verlangt vor allem im Abendverkehr Koordinationsfähigkeit. Das unsynchronisierte Getriebe ist zickig, die Fußbremse beißfaul. Erschwerend kommt hinzu, dass mangels Cockpitbeleuchtung alle Verrichtungen im Halbdunkel stattfinden müssen. Das stresst den ungeübten Fahrer. Später gewöhnt man sich daran.

Platz für den Irren in der knatternden Kiste

Weil der Lasten-Kasten breiter ist als die Vorderkabine, sieht man beim Höllenritt mit der Ape nicht allzu viel von dem, was die anderen auf der Straße so treiben. Da hilft nur italienische Gelassenheit. Außerdem ist Ape im deutschen Straßenbild derart selten, das die anderen Verkehrsteilnehmer ohnehin ganz von selbst auf das wunderliche Gefährt achten. Überhören kann man den knatternden Zweitakter ohnehin nicht.

Das Ausbildungsprojekt Piccolino vom Airport Hannover

Auch kleine Pannen gehören zum Leben

Am Freitagmorgen den 12. Dezember 2008 klingelte um Viertel vor Acht mein Telefon - am anderen Ende meldete sich Alex, unser Lehrmeister der Azubi's : 'Guten Morgen Micha, wir haben ein Problem - soeben habe ich erfahren, dass Piccolino's Tank wohl ein Loch hat! - Kannst Du vielleicht einmal vorbeikommen? Es ist doch Freitag und vielleicht lässt es sich schnell beheben - mit defektem Tank können wir sonst mit unseren Arbeiten nicht fortfahren!'

Noch ein wenig verschlafen willigte ich unverzüglich ein.

Ein Kaffee, eine schnelle Dusche und schon begab ich mich mit Emily zum Flughafen. Dort warteten schon die fleißigen Azubi's, schilderten die Sachlage und präsentierten unseren Piccolino mit bereits entfernten Seitenwänden!- Tja, da kann wohl nur unser Kfz.-Meister Volker helfen!

Der Fehler wurde Dank unserer Kfz.-Werkstatt schnell gefunden - jetzt erst einmal kräftig durchatmen !!!

... es war 'nur' ein defekter Kraftstoffschlauch !!!

Und da waren sie wieder - die vielen helfenden Hände, ohne welche ich allein meine Projekte unter Zeitdruck gar nicht durführen Könnte !

GEMEINSAM SIND WIR STARK !!!

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